QQ4U goes Thingiverse

Im Rahmen meiner 3D Druck Experimente mit einem Ender 5 habe ich nun meine erste Kreation im MakerBot Thingiverse hochgeladen – vielleicht hat jemand anderes einen ähnlichen Bedarf seinen Fahrradrückspiegel verlängern zu müssen, weil er sich aufgrund der Gangschaltung nicht ausreichend weit außen montieren lässt, um gut nach hinten blicken zu können…

Designt wurde die Spiegelverlängerung für einen Hafny Fahrradrückspiegel mit FreeCAD. Zwar stellte ich immer mal wieder fest, dass meine Vorstellungen, wie das Programm sich verhalten sollte in der Realität an Fehlern oder auch Abstürzen scheiterten, aber letztlich ergab sich ein funktionierendes Modell. Es ist verbesserungsfähig, aber erfüllt vollkommen seinen Zweck im derzeitigen Praxistest.

https://www.thingiverse.com/qq4u/about

Und hier auch noch die zugehörige Mesh Datei fürs Slicen und Drucken…:

https://www.qq4u.de/3D/Hafnyextension3.stl

Resumee

Zum Ausklang gibt es noch einen sonnigen Aufenthalt im Beach-Resort. Schöne Anlage, Drinks ohne Extra Zahlung gibt es allerdings erst auf zweimalige Nachfrage – dies wäre normal nicht der Fall, immerhin wäre es doch besser, als 12 Stunden am Flughafen verbringen zu müssen…

Ja, ohne Frage, aber das ist auch das Dilemma – Fünf Stunden Bus von Luxir bis Makadi und dann später nochmals zwei Stunden transport zum Flughafen mit Abklappern Dutzender Hotels – also wer eine Nilkreuzfahrt machen möchte, sollte direkt nach Luxor fliegen, alles andere ist mindestens ein verlorener Tag, denn schön sind diese pasuchalen Fleischtransporte im Bus nicht. Immer wieder „Stop and Go“ wegen Bodenschwellen und Sicherheitskontrollen.

Und wie bereits erwähnt, fährt das Schiff von sieben Tagen auch nur drei – die restliche Zeit befindet es sich in der Regel eingepfercht zwischen anderen inmitten einer Abgaswolke der permanent laufenden Schiffsdiesel, mit Fernsicht von 1,5m auf die nächste Bordwand. Landstromanschluss – Fehlanzeige. Imerhin, das Bordperonal ist nett und hilfreich und dekoriert täglich die Handtücher zu Figuren..

Die von daheim oder auf dem Schiff vom Reiseveranstaler angebotenen Ausflugspakete sind um etwa 100% überteuert. Wenn man dann noch die Zwangsbeglückung mit Verkaufsveranstaltungen abzieht, fällt die Bilanz noch schlechter aus.

Und dann noch die Mitreisenden – der Altersdurchschnitt ist hoch – vor allem außerhalb der Ferien- dies scheint aber auch in den Strandhotels der Fall zu sein. Und je billiger die Reise, das Schiff, umso primitiver in der Regl auch das Publikum – muss man mögen.

Also wer den Schwerpunkt auf antike Stätten und anspruchsvolle Kultur legt, sollte Abstand von solch einer Tour nehmen und besser eine Rundreise Ägypten bei einem Reiseveranstalter mit wirklich qualifizierter Reiseleitung buchen und genau auf die Stationen und kurze und komfortable Zwischentransporte achten.

Tal der Könige ist sehr interessant – aber die pauschalen Eintritte mit nur drei Gräbern sind für den Interessierten zu wenig. Die Malereien und Symbole wiederholen sich, das stimmt wohl, aber es gibt mehr als sechzig Gräber, von denen zwar nicht alle, aber deutlich mehr als drei zu besichtigen sind. Und bitte vernünftige, faktenbasierte Information eines qualifizierten Reiseleiters statt sinnfreier Prollanimation, wenn man die Monumente nicht einfach für sich selbst sprechen lassen will.

Karnak und Luxor Tempel auch schön – Esna klein aber fein volelr Farben, Edfu?

Assuan Staudamm braucht man nicht unbedingt- Philae Tempel ist schön, vielleicht in Kobination mit einem guten Museum in Assuan? Nach Abu Simbel gibt es wohl auch Flüge – ist sicher interessanter und sehenswerter, als Sieben Stunden im Bus hin und hergefahren zu werden.

Du Arschloch! Komm her! Komm her!

Ich hau Dir in die Fresse…Der 78Jährige rüstige Ost-Rentner muss von seiner Frau und dem Bordpersonal aus dem Salon gezerrt werden, damit es nicht zu einer Knochendichtemessung durch Schlägerei kommt. Ich bin konsterniert. Wie konnte es dazu kommen? Ich hatte überhaupt keine Neigung herzukommen, sondern zweifelte an meiner Kreuzfahrt mit dem Bodensatz der Gesellschaft.

Ursprünglich war es ein schöner Tag und lustiger Abend. Esna Tempel besichtigen, dann bis Mittag Bootsfahrt zurück bis Luxor . Bedeutete im Endeffekt, dass eine Siebentägige Nilkreuzfahrt aus maximal drei Tagen Fahrzeit besteht und sich dann die Frage nach dem Sinn stellt, wenn man doch auch mit dem Zug oder Boot von (vernünftigem) Hotel zu Hotel fahren könnte … aber das ist ein anderes Thema.
In Luxor dann nachmittags Besichtigung von Karnak Tempel und Luxor Tempel – zum Glück ohne weiteren Shopping-Aufenthalt – der erste wirklich gelungene Ausflug.

Wir waren eine lustige Gruppe von noch vier Reisenden und der Abend neigte sich dem Ende zu. Bis dann eine Mitreisende das zuvor tanzende rüstige Rentnerpaar unbedingt etwas fragen und an unsere Sitzgruppe locken musste. (Es handelte sich um das Paar, welches ohne Wimperzucken die 680€ für Ausflüge locker machte) Schon fingen sie an zu erzählen, genauer ihr Gift zu versprühen, vor allem über die Mitreisenden, mit denen sie die ganzen Tage zusammenhockten und die bereits zu Bett gegangen waren. Ich glaube im Zusammenhang mit gebuchten Ausflügen fing er damit an, dass er ja nur 930€ Rente bekäme und sie 520€ trotz seiner 51Jahre, die er eingezahlt hätte. (Hauptsächlich ins marode DDR Staatswesen) Ein bekannter Ingenieur hätte aber auch nur monatlich 60 Mark (Ost) eingezahlt und würde jetzt erheblich mehr Rente bekommen, er nannte es Intelligenzzuschlag und dies wäre doch nun total unmöglich und unfair. Mein Hinweis darauf, dass es nun mal im System auch immer Ungerechtigkeiten geben könne, war bereits schwer zu verdauen, woraufhin der Hinweis kam, dass ich ja keine Ahnung hätte und mehr oder weniger erst einmal in die Rente einzahlen solle. Auf die Erwiderung, dass ich bereits seit 35Jahren in die Rentenkasse einzahlen würde und apropos Gerechtigkeit: gerecht wäre es auch nicht gewesen, dass die Westrentenkasse bei der deutschen Wiedervereinigung alle Ostrenten übernommen hätte, kam dann voller Hass und Geifer die persönliche Beleidigung „Du Arschloch“ Ich erwiderte, ich müsse mich nicht von jedem beleidigen lassen und er solle jetzt doch besser verschwinden (von unserem Tisch) rastete er dann völlig aus und wollte sich auf mich stürzen und mich verprügeln.

„Komm doch her!?“ – Seniorenproll keift, um auf steinzeitlich gewalttätige Art und Weise eine Diskussion zu Ende zu bringen? Ich bin viel zu verdutzt, um meinen Puls in gefährliche Bereiche zu beschleunigen, mache stattdessen große Augen und schaue zu, wie sich die Dinge entwickeln. Schafft er es, über Sitzgruppe und Tisch zu mir hin? Dann würde es interessant… aber welche stolze Leistung soll es denn bitte darstellen einen knapp Achtzigjährigen erfolgreich umzuhauen, auch wenn er sich und seine Möglichkeiten grob naiv falsch einschätzt? Locken FTI/Sonnenklar Pauschalreisen besonders viele verbitterte, neidzerfressene und missgünstige Rentner an? Es ist nicht nur eine Altersdurchschnitts- oder Ost-Westfrage, vielleicht ist es auch eine Preis- oder Marketingfrage. Ich fühle jedenfalls, dass ich auf dem vollkommen falschen Dampfer bin – wortwörtlich.

Natürlich gibt solch ein Eklat Diskussionsstoff für die nächsten Tage, aber ich will mich berhaupt nicht echauffieren, dass ist es nicht wert. Das Schiff ist allerdings nicht groß genug, dass man sich nicht mehr sehen müsste. Die als „negative Schwingungsecke“ zu bezeichnendee Seniorengruppe zelebriert mit missmutigen Gesichtern jedenfalls seine West-Feindbilder und versucht alles, mit Blicken töten zu können. Und zwei Tage später bittet mich der griesgrämige Reiseleiterbeleidiger, scheinheilig freundlich, mir am Abend für zehn Minuten ein paar Fragen stellen zu dürfen. Ich teile diese Neuigkeiten in meiner Wahlreisegruppe und man versichert mir, ich stünde nicht allein. Hallo? Mobilmachung? Und tatsächlich fängt mich dieser Herr auf der Schiffstreppe, quasi in Kampfhaltung ab, und fragt mich, wie alt ich wäre und was ich von Beruf wäre -er hätte gehört, ich als Westler hätte gesagt, die Ostrentner hätten ihre Rente nicht verdient. Das könne er ja so nicht stehen lassen., da müsse er reagieren.

Ernsthaft? Er regt sich sichtlich auf, aufgrund von Hörensagen? Welche vergifteten Verschwörungstheorien mögen da wohl in Reptilienhirnen ausgebrütet worden sein? Ich erläutere ihm mal den Ablauf des Abends und dass der absurde Anlass seiner Frage unbegründet und allein bei seiner zweifelhaften Quelle liegen würde. Ich erläutere auch, dass unser Rentensystem ein Umlageverfahren ist und es auf dem Prinzip beruht, dass die Arbeitenden die Rentner finanzieren würden. Und dies unabhängig von Ost und West. Und dass das Solidarprinzip eine weitere Kerneigenschaft unseres Systems ist, dass die Starken die Schwachen unterstützen sollen – ebenfalls unabhängig von der Region und von Ost oder West. Aber nein, der Herr hört überhaupt nicht auf, und ich stand ja nicht auf der Treppe, um dort zu campieren, sondern wollte an der Rezeption etwas erledigen (u.a. meinen Reisepass abholen), Der Herr reagiert auch überhaupt nicht nicht auf meine Ablehnung eine Ost-West Debatte mit ihm führen zu wollen und meine mehrfachen Hinweise, ich müsse weiter, ignoriert er. Stattdessen will er mir ernsthaft! erläutern, dass der Zusammenbruch Ostdeutschlands die Bundesrepublik gerettet hätte! Obwohl er nannte es nicht Zusammenbruch… Also ehrlich – wie viele Aluhutträger sind denn aus dem Internet auf dieses Kreuzfahrtschiff gekrochen? Und warum kommen die zu mir?

Er besteht darauf, ich hätte ihm zugesagt, ihm 10 Minuten meiner Zeit zu schenken – ich kann darauf nur antworten: „Ja und die zehn Minuten sind schon lange um – ich beende hiermit die Diskussion“ (die doch keine war) gehe ich schließlich weiter und ernte nur noch ein gegrummeltes, „So ein arrogantes…“ Genau – du mich auch.

Zum Glück war es der letzte Abend und ich musste den elendigen Anblick dieser verbitterten Gestalten nicht mehr allzu lang ertragen. Insgesamt eine Never Again Tour und ich werde in Zukunft um Reisen an denen „Sonnenklar“ steht, einen ebenso großen Bogen machen, wie um die von den Discountern angebotenen Pauschalreisen. Ich kann nur hoffen, dass ich niemals solch einen vergifteten Verstand bekomme. Besser fortwährend genügend Gedankenhygiene betreiben, wie es vor Jahren ein Dhamma im thailändischen Kloster so treffend ausgedrückt hat.

Das Problem ist nur, dass solche Metastasen der Missgunst in unserem Land leben und sich an dem System mästen, dass sie zutiefst ablehnen und ihr Gift verbreiten und versuchen, das Land und ein friedliches Zusammenleben zu zersetzen. Und sie scheinen Oberwasser zu bekommen, denn selbst im Urlaub ist man nicht mehr sicher vor ihrem wirren Gedankengut.

Endlich ein Tempel

Morgens ging es mit dem Bus mit einem Zwischenstopp nach Luxor zur Schiffsanlegestelle. Ankunft nach über fünf Stunden kurz nach 13:00. Es gibt eine kurze Begrüßung durch den Reiseleiter und der Checkin wird erledigt. Das Schiff fährt dann auch umgehend los. Es gibt eine kurze Einweisung, wann es eine offizielle Begrüßung und Abendessen gibt.

Ich verbringe einige Zeit in meinem Zimmer damit, alle Lichtschalter zu finden, mit denen sich die sämtlichst eingeschalteten Lampen auch wieder ausschalten lassen. (Einen Lichtschalter im Bad finde ich erst am späten Abend beim aufwärts gerichteten Blick während einer Thronsitzung) Und ich räume mein Kleidung in die Schränke und probiere den Zimmersafe. Nicht topmodern, die Klimaanlage ist eingebaute Generation Traktor – aus damit, da ich sie vermutlich nicht brauchen werde. Alles gut soweit.

Ich gehe hinauf aufs Sonnendeck, um mir einen Überblick zu verschaffen und bei der Gelegenheit probiere ich eine Pina Colada, bzw. was sich so nennt. Ananassaft, etwas Cocossirup und Rum, ja, aber die cremige geschmeidige Konsistenz einer guten! kubanischen Pina Colada ergibt sich nicht annähernd. Immerhin, es gibt Gläser und es wird nicht sämtliches Getränk in Kaffeepappbechern serviert, wie in diesem gestrigen „Beachresort“ – mir gruselt bei der Erinnerung. Mögen die deutschenglischrussischen Kampftrinkerhorden dort ihre Trinkspiele bis zur Besinnungslosigkeit treiben, aber Niveau geht anders.

Ich gönne mir gerade den ersten Schluck meines Getränkes und schlage mein Buch auf, als der Reiseleiter auf mich zukommt und mir vorwurfsvoll erklärt, dass bereits alle beim Mittagsbuffet auf mich warten würden…normalerweise wäre um 13:00 Essen…Ups…ich gebe notgedrungen meinen Premium Halbschattenplatz mit Aussicht auf und begebe mich um 14:15 zu den Resten des Mittagsbuffets. Der Kapitän isst, aber es sind keine Gäste mehr da – ansonsten warten alle Kellner und Köche darauf, das Buffet abräumen und neu eindecken zu dürfen. Okokok. Etwas essen, schmeckt. Check.

Um 17:00 bei der Begrüßung startet der Reiseleiter seine Verkaufsoffensive für Ausflüge und ganze Pakete. Ich bin noch unentschlossen, das „Einsteigerpaket“ für 249€ zu buchen und schaue mir erst mal an, was andere Gäste buchen. Abu Simbel würde mich interessieren, aber kostet extra 124€ für einen Tempel (findet sich im Internet buchbar für den selben Tag für 54€ in Englisch, wie ich aufgrund eines Hinweises einer Mitreisenden im Internet entdecke) Mir kommen Zweifel an der Preisgestaltung. Bin aber doch baff, wie kommentarlos ein Paar, welches eine Kutschfahrt und Abu Simbel machen wollte mal eben so die sich ergebenden 680€ für zwei Personen berappen. Ich konnte nicht nachvollziehen, wie sich der Preis zusammensetzt, das Paar brauchte dafür aber einen Tag länger und die Stimmungsmache eines griesgrämigen Mitreisenden. Überhaupt ,ich versaue hier den Altersdurchschnitt. Der Griesgram ist wohl auch sehr unzufrieden mit der Ausgestaltung des Ausflugspaketes und wird persönlich beleidigend dem Reiseleiter gegenüber (schon am ersten Tag, ups), ist dann aber auch nicht konsequent genug, kein Paket zu buchen… Ich entschließe mich das Paket zu nehmen, nach der Zusicherung, dass ich alle darin aufgeführten Lokalitäten besichtigen könne, obwohl mir ja ein, durch die Hurghada Absteige verhunzter Tag auf dem Schiff fehlt.

In der Nacht erreicht das Schiif Edfu. dort gibt es laut Wikipedia den besterhaltensten Tempel Ägyptens, der ist aber nicht im Programm. Nur individuell. Sagt der Guide. Dieses Schätzchen sagt mir aber nicht, dass das Schiff bereits um 08:30 am nächsten Morgen losfährt, man also früh los gehen müsste, wenn man ihn sehen will. Das merke ich beim Frühstück, kurz bevor ich losgehen will und feststelle, dass das Schiff wieder fährt. Nix Tempel. Nichts besterhalten. Nur ein paar Franzosen beim Konkurrenzveranstalter, die waren frühmorgens mit ihrem Guide dort und schwärmen von dem schönen Tempel.. So what? Ich komme mir veralbert vor. Auf der Infotafel im Foyer stand auch nichts darüber, nur eine Feuerübung um 11:00. Im Endeffekt hatte ich Glück, denn wäre ich früher aufgestanden, wie ich geplant hatte, dann wäre ich an Land gewesen, als das Schiff losfuhr. Pauschalangebot ala FTI, anscheinend wird alles, woran man nicht verdient, geradezu sabotiert, was Bauernschlepperei gleichkommt. Interressanterweise kostet für die Franzosen die Busfahrt nach Abu Simbel weniger als 90€, also ein Drittel weniger als bei Meeting Point/FTI. Leider scheitere ich daran, mich den Franzosen anzuschließen, denn man hat die Regel aufgestellt, dass auf den Schiffen die Reisenden nur Ausflüge bei den eigenen Reiseveranstaltern buchen dürfen. Also das hat schon mehr als ein Geschmäckle, das ist Abzockerei.

Erst am späten Nachmittag um 17:00, als die Sonne untergegangen ist, steht der Besuch im Kom Ombo Tempel an – der wäre ja angeblich so gut beleuchtet..Kackdriet. Das Schiff ist um 16:30 gelandet, die Franzosen und Gäste aller anderen Schiffe gehen los, um den Tempel noch in der Abendsonne zu sehen, aber die FTI-Lakaien werden zurückgehalten, denn der Prinz Reiseleiter ist noch nicht da. Ja wo isser denn? Aber es nutzt nichts, sich zu grämen, das Geld fürs Paket ist bezahlt, davon gibt’s nix wieder…

Dafür taucht am nächsten Tag als Gratis-Extra für den Ausflug zum Assuan Staudamm und Philae Tempel plötzlich noch ein „Nubischer Duftheiler“ im Programm auf. Hört sich nach Kaffeefahrt, nach Heizdecken an? Ja, genau. aber es handelt sich natürlich um „Essenzen“, also ätherische Öle. Die werden dann 1,5 Stunden lang beworben, dafür ist unbegrenzt Zeit (denn es gibt Provision) Riecht gut, ist aber auch alles, denn günstig isses nicht, wie ein schneller Blick ins Internet zeigt. Immerhin das beste draus gemacht und eine Rückenmassage mit Eukalyptos/Sandelholz mitgenommen- die war gut und somit angemessenes Schmerzensgeld. Ich bezweifele jedenfalls stark ob ein nachhaltiges Toruismuskonzept hinter solchen Angeboten steht. Der Philae Tempel ist durchaus schön anzusehen (aber besser keine Taschenmesser im Rucksack mitnehmen, das gibt Probleme und macht Bakschisch nötig, um es wiederzubekommen) und die Felukkenfahrt ist nett, aber warum wird ein Museum großartig erwähnt, wenn aufgrund von „Duftheilung“ überhaupt keine Zeit vorgesehen ist, es zu besuchen? Lässt sich damit nichts verdienen?

Ein Nubisches Dorf am Nachmittag erspare ich mir, denn wir sind auf dem Weg zum Damm mit dem Bus dran vorbeigefahren und da müsste man mir eher Geld bezahlen, als dass ich 38€ dafür locker mache. Ich erfinde mir stattdessen auf dem Sonnendeck einen neuen Cocktail: Ouzo Tonic, mit einem Fitzelchen Minzsirup: Frisch süß sauer. Das Highlight des Tages.

Auf zur Jagd nach dem Juwel vom Nil

Kennt den noch jemand? Diesen alten Film mit Michael Douglas?

Ist auch egal, müsste nur eben daran denken… Gleich geht es los mit dem Flieger nach Ägypten. Über Hurghada nach Luxor, Nilkreuzfahrt, eine Woche, pauschal, komplett. Ob mir das gefällt? Wird es abenteuerlich genug sein?

Hinflug in der Sardinenklasse/nix inklusive. Aber OK, Ich habe mir Obst und Wasser und Ciabatta Brot mit Kalamata Oliven mitgebracht. Leider auch Probleme mit einem noch nicht komplett abgeklungenem mutierten Schnupfen, da sind die trockene Kabinenluft und Druckunterschiede nicht gerade förderlich…

In Hurghada am Flughafen für 30 Euro das VIP Paket erstanden, mit Visum, Flasche Wasser und einer SIM Karte mit 1,6GB die kann ich dann schon im Bus zum Hotel einsetzen und funktioniert. (Hat aber nur 1,2GB wie ich später feststelle) Ägyptische Pfund gab es auch in einem Geldautomat am Gepäckband mit der Kreditkarte. (Die ich aber absolut nicht brauchte – letztendlich habe ich die Hälfte als Trinkgeld verteilt)

Leider fährt der Bus heute nicht mehr nach Luxor, so lande ich für eine Nacht in einem Strandhotel in Hurghada – Minamark- Resort – nun wirklich nicht mein Ding. All Inclusive, aber es gibt nur Schnaps oder Bier aus Flasche in Pappbecher umgefüllt, oder den ekligsten Rotwein, den ich seit zwanzig Jahren getrunken habe. Das Essen ist – Matsch. Nur die Cocktails, die exra kosten sehen gut aus. Auch das Zimmer ist sehr einfach und hatte seine beste Zeit vor Jahren. Der Strandabschnitt ist minimal, aber es gibt Rudel von Sauftouristen – insgesamt werde ich froh sein, morgen früh endlich nach Luxor aufs Schiff zu kommen. Ein Besuchsprogramm den nächsten Morgen in Luxor fällt für mich aus, da der Bus um Acht Uhr morgens für mehr als fünf Stunden durch die Wüste bis Luxor gurkt.

Erster Eindruck vom Ausdrucken

Ein Creality Ender 5 – Favorit der all3dp.com Redaktion zum 11.11. für knapp 40% günstiger, mit Lieferung aus Deutschland – warum dann nicht den günstigen Einstieg in den 3D-Druck wagen? Der gößte mediale Hype ums Drucken in 3D ist zwar vorüber, aber die Technologie hat sich etabliert, ist „da“ und wird genutzt. Mich genauer mit den einzelnen Verarbeitungsschritten zu beschäftigen, kann nicht schaden – vor allem praktisch.

Im Nu bin ich von einem ganzen Zoo voller neuer Begrifflichkeiten umgeben, die es einzusortieren gilt: 3D-Modellierung, Slicing, Filament, PLA, ABS, PETG und die jeweiligen Extruder- und Heizbetttemperaturen, Druckgeschwindigkeiten, Schichtdicke, Füllgrad, und und und..

Natürlich frage ich mich, welche Dinge ich sinnvoll ausdrucken könnte?! Ersatzteile für manches gebrochene kleine Plastikteil, welches ein Gerät ansonsten im Alltag unbenutzbar macht? Hält das denn? Welches Material? Kann der Drucker dies verarbeiten? Wo bekommt man ein Modell dafür her? (Es gibt u.a. ein Thingiversum der Dinge :-)) Und wenn es noch keine Druckanleitung gibt, wie erstelle ich mir selbst eine?

Vom eigenen Verkaufserfolg überrascht, wird der Drucker zwar schnell geliefert, aber das Druckzubehör (Filament) ist im Europalager ausgegangen, so muss ich noch warten. Der Zusammenbau gestaltet sich nicht so schwierig, da ich Jahrelange Erfahrung im Zusammenbau von Schwedenmöbeln gesammelt habe. Die Aluminiumprofile, Laufschienen und Schrittmotoren machen einen vernünftigen Eindruck, und die korrekte Interpration der Pictogramme der Anleitung bekomme ich erfolgreich hin. Bei der Kabelführung bzw. Befestigung mit Kabelbindern kommen mir Zweifel, ob da am richtigen Ende gespart wurde, aber nachdem alles verschraubt und verstöpselt ist und sich die Achsen reibungslos bewegen lassen, schalte ich für einen ersten Funktionstest ein. Läuft! Die Lüfter des Gerätes machen sich allerdings für ihre Größe sehr lautstark bemerkbar. Das schreit nach: Pimp your Printer.

Nun gilt es das Druckbett zu justieren: Extruder in Homeposition fahren lassen, Schrittmotoren X/Y entkoppeln und dann alle vier Ecken der Platte mit Stellschrauben so justieren, dass gerade eben ein Blatt Papier zwischen Extruderausgang und Druckplatte passt. Aufheizen und Filament in den Extruder fummeln, bis es ihm aus der Nase kommt.. Check. Und dann auf die Schnelle ein kleines Hundemodell von der Speicherkarte für den Ausdruck ausgewählt und: Go!

Der Drucker saust, surrt, jault und rauscht. Er steht auf dem Eßtisch ohne Unterlage und ist somit extralaut. Drei Stunden braucht es, bis der kleine Plastikhund Schicht um Schicht entstanden ist. Sieht gut aus, lässt sich gut von der Platte entfernen und auch das Bodenstück kann ich problemlos von der Figur ablösen und darunter kommt sogar ein kleines eingeprägtes Emblem zum Vorschein.

Ich bin zufrieden. Jetzt muss ich „nur“ noch meine Kreativität anschmeißen und versuchen meine Kunstobjekte aus der Gedankenwelt in digitale Modelle und passende Ausdrucke umzuwandeln. To be continued…

Es ist der Wurm drin.

Erwin Wurm, um es genau zu sagen. Es geht um die Wurst. (50.000€/Stk + tax) Ausgestellt auf der ART-DUS. Exemplarisch. Es geht um Kunst und Kommerz. Es wird spekuliert.

Kunst ist künstlich, manches gekünstelt aus Kunststoff, kunterbunt. Kunst polarisiert. Manches ist Schrott. Wortwörtlich. Abfall – abgefallen vom Leben, vom Alltag, vom Gebrauch.

„Ist das Kunst, oder kann das weg?“ Die Frage ist berechtigt, doch kann nur in zwei Teilen beantwortet werden und nicht einmal im Allgemeinen. Was dem Einen nichts bedeutet, ist dem Anderen Tausende, wenn nicht gar nicht Millionen wert. Mit der Aussicht auf Wertsteigerung?

Viele Gallerien sind auf dieser Kunstmesse vertreten, und um einen Stand dort zu haben, braucht es sicher einen ganz erheblichen Umsatz, denn trotz saftiger Eintrittsgelder wird die Standgebühr wohl saftig sein. Dies Geld will verdient sein – durch den Verkauf von Kunst.

Es gibt sehr Bekanntes, aber auch Namen, die bekannt gemacht werden sollen. Damit der Künstler zukünftig von seiner Kunst leben kann? Als Beispiel: Wer verdient denn am meisten an den Bildern von Banksy?

Manches ist schön anzuschauen, Manches handwerklich gekonnt und Manches technisch brilliant. Manchmal wurde (alt-)bekanntes neu kombiniert, wiederverwertet. Manches ist inspirierend, manches macht nachdenklich. Manche Kunst ensteht durch Zufall. Kunstkritik?

Kritik gab es von den „Guerilla Girls“ – an der Benachteiligung von Frauen im Kunstgeschäft, ihrer statistisch signifikant schlechteren Bezahlung. Aber wer bezahlt, für was? Wäre es gerecht, ebenfalls mit Fettflecken und Künsterscheiße ganz großes Geld zu verdienen? Es ist die große Kunst, sich spektakulär in Szene zu setzen.

Wolkiges K-ubernete-s K8s

Devops. Back to the roots. Endlich wieder entwickeln und nicht nur verwalten. Doch nein, die Technologie ist so vorangeschritten, dass die Welt nun Kopf steht und die Wurzeln nun in der Wolke hängen. Cloud-Technologie nennt sich das Ganze nun, eine Abstraktion dafür, dass Computersysteme nun ganz easy, locker leicht sind und sogar ganze Container in der Wolke schweben. Da werden per Drag and Drop mal eben komplette Systemlandschaften verschoben, vollautomatisch und immer mit der ausreichenden Kapazität, die die Anwender für das performante Arbeiten benötigen. Das Management bekommt angesichts der makellosen Präsentation der Consultants feuchte Augen und will es auch. Es soll eine TEAM-Arbeit werden: Toll Ein Anderer Machts. Will man ein Anderer werden?

Natürlich sieht es in der Realität deutlich komplizierter aus und wahrscheinlich ist es besser, zu wissen, was man tut; zu verstehen, warum man etwas tut und was hinter den Kulissen geschieht, wenn man macht was man macht. Dazu braucht es allerdings ein gewisses technisches Verständnis, kein wissensbefreites Agieren.

Schnell gibt es ein Erfolgserlebnis in einem DevOps Seminar, man klickt und tippt und kombiniert und ja: es funktioniert. Doch bleibt aufgrund der begrenzten Zeit und der Vorarbeit des Seminaranbieters zwangsweise das meiste nebulös und es wird nur an der Oberfläche gekratzt. Der innere Skeptiker weiß: Es ist noch kein Meister vom Himmel gefallen, oder neuerdings in die Wolke aufgestiegen. Wie bringe ich mir ein Stück Wolke mit nach Hause? Wie bringe ich Kubernetes und Pods und Services und LoadBalancer (und natürlich eine schöne Applikation :-)) auf meinen Rechner und betreibe Terraforming und CI/CD in dessen CPUs?

Die Auswahl ist riesengroß, das Internetz ist voll von Blogs/Anleitungen und Beispielen. Doch schnell zeigt sich, dass die Indizierungsgeschwindigkeit der großen Suchmaschinen nicht mithält mit der technologischen Entwicklung. Wenn man sich nicht in der Komfortzone eines der großen kommerziellen Anbieter der Technik anketten will, sondern möglichst anhand frei verfügbarer Quellen und Technologien plattformübergreifend arbeiten möchte, dann funktioniert vieles…mostly…oder nicht mehr…oder bedarf des guggelns, lesens, schnippelns, versuchen, fluchen, erneut versuchen, anders versuchen, aufgeben, wechseln, jenes versuchen und dann manchmal auch feststellen, dass dieses oder jenes Projekt „deprecated“ ist, wie es so schön heißt. Oder verwaist, gleich einer verlassenen Hütte im Wald: man kann darin einziehen, aber mit Kosmopolitismus hat dies nichts zu tun, sondern man wird bald zum einsamen Gollum mit seinem „Schatz“. Proprietäre Legacy Technologie.

Erste Gehversuche mit Minikube. GIT. Zack Container läuft. Ein Webserver, NodeJS, PHP, eine Datenbank. Und TLS bekomme ich auch hin, obwohl hier wird es schon trickiger, denn aus Sicherheitsgründen haben auch die Webbrowser nicht mehr ausreichendends Vertrauen in die Verschlüsselung, die man selbst zertifiziert… Aber Webhosting, das ist ja noch nicht Wolke, das kennt man. Skalierung, automatisch: da wird es interessant.

Immerhin, viele Entwickler scheinen ebenfalls einen Mac zu haben, so dass sich mit der Suchmaschine schnell feststellen lässt, dass ich nicht der einzige Dumme auf der Welt bin, bei dem das einfache Beispiel einfach nicht mehr laufen will. Deprecated, legacy, neue Version, neues API – nicht komplett, aber eben anders. Und nicht mehr funktionial. Es stottert, es rappelt, stacktraced oder tut: nichts. Da finden sich dann die Kommentare, das Deployment zu modifizieren, um lokal (aber bitte nicht in Produktion!) unsicheres TLS zuzulassen. Check. Ins YAML eingefügt, und drauf geachtet, keine Tabs im Editor einzufügen und korrekt eingerückt zu haben, und dann auf der Shell in der Historie der Kommandos zurückblättern „Habe ich das passende Kommando nicht eben schon mal eingegeben?“ Und und und… Nach langem Hin und Her spuckt der Metrics-Server dann auch Metriken aus, das Dashboard zeigt bunte Grafiken an und der Horizontal Pod Autoscaler instantiiert entsprechend der zunehmend erzeugten unsinningen Last neue kleine virtuelle Arbeitsdrohnen und entlässt sie auch wieder nach Wegfall ihrer Daseinsberechtigung.

Hört sich das nach Buzzwordbingo an? Zu nerdig? Geradezu nebulös? Genau, Virtuelle Welt halt. Aber interessant. Und nicht nur für junge Leute, sondern auch fürJunggebliebene.

Wenn es läuft, werde ich demnächst hier weitere Erlebnisse und (momentan) funktionierende Beispiele veröffentlichen.

Womoeglich wieder Wandern

Es ist mal wieder Kastenwagentreffen. In Schleiden Gemünd, am Rande des Nationalparks Eifel. Womoeglich – so lautet mein Nickname im Kastenwagenforum. Kastenwagen sind Wohnmobile auf Basis von Transportern wie FIAT Ducato oder CITROËN Jumper. Im Forum gibt es Informationen und Austausch zu Fahrzeugen und Technik. Eine Gruppe von Teilnehmern – Die Köln Bonner Rheinlandrunde – veranstaltet seit Jahren zweimal jährlich ein Treffen in der Region mit etwa zwanzig bis dreißig Kastenwagen. Wenn es mir möglich ist, nehme ich mit meinem „Zitrönchen“ seit 2012 daran teil.

Samstag Vormittag Ankunft: Man stellt süffisant fest, das mein Fahrzeug gewaschen wurde. Allerdings nicht auf dem Dach, denn das befindet sich in über drei Metern Höhe, so hat es nun nach langem Stehen unter Tannen ein grünes Mützchen aus Moos. Vorletztes Jahr erschien einem Teilnehmer mein Fahrzeug zu schmutzig und mir wurde an der Motorhaube mit einem italienischen Wunderreiniger demonstriert, wie sauber und blütenweiß es wieder werden könnte. Heute will sich allerdings niemand der Herausforderung stellen und über sich hinauswachsen, um dem Moos auf dem Dach zu Leibe zu rücken. Schade.

Tagsüber: Wandern. Zur Abtei Marienwalde: ein Zwischenstopp bei der dortigen, berühmt-berüchtigten Erbsensuppe. Immer wieder sehr lecker. Ich habe Glück: kurz nach dem Essen fallen eine Riesengruppe Radfahrer und eine komplette Bustour in die Kantine der Abtei ein – Warteschlange bis nach Draußen – es wird höchste Zeit weiter zu gehen. Dann durch den Kermeter zum Urftalsee und wieder zurück. Diesmal auf dem regulären Weg und nicht wie letztes Jahr unabsichtlich durch die Wildnis.. Im Supermarkt noch eine Kleinigkeit zu Essen für den Abend eingekauft, dann gibt es einen Becher heißen Kirschglühwein.

Der Abend: Es wird gegrillt und zum gemütlichen Beisammensein gibt es selbstgebrautes Bier aus der Pfalz. Und Eierpunsch. Alle gesättigt, die Feuerschale des Grills wird mit Holzscheiten bestückt und dann unterhält man sich am freundlich knisternden Lagerfeuer. Es wird frostig.

Am nächsten Tag erinnert mich Facebook daran, daß ich vor genau einem Jahr, genau hier Wandern war. Das stimmt wohl – schwer beladen mit Rucksack, habe ich im Rahmen von „Probleäufen“ zur Vorbereitung auf Shikoku trainiert. Mission completed.

Noch eine Runde wandern, bis sich der Nebel verzieht und strahlender Sonnenschein die herbstliche Landschaft um Wolfsgarten erhellt.

Epilog

neue Schuhe

Second first impressions: Just arrived home … business as usual?

Nach dem Rückflug im sehr Raum- und Komfortsparsamen Flieger, inklusive Zehnstündigem Aufenthalt auf dem Pekinger Flughafen, planmäßige Landung in Düsseldorf und Benutzung der öffentlichen Transportmittel Bahn und Straßenbahn. Die Geräuschkulisse ist anders, die wahrgenommene Pünktlichkeit des Regionalexpresses mit zwei Minuten Verspätung schlechter. Der Mobilfunkempfang war hierzulande definitiv schlechter – mag ja sein, dass der Zug schneller ist die japanische Bummelbahn, aber dort gab es auch nicht im Shinkansen Funklöcher oder weiträumig nur mit GPRS Geschwindigkeit verfügbarer Datenrate im Mobilfunk. Geplanter 5G Ausbau? Wäre ja schön, wenn überhaupt mal flächendeckend 3G geschafft wäre… und nicht einmal bei der Bahnstrecke Düsseldorf-Köln ist dies gewährleistet. Aber dies lag an meiner Sparversion von Mobilfunk: LTE Verbindungen waren nicht möglich. Nach einem Wechsel ist jetzt alles besser (und teurer :-()

Mein Paket aus Japan hatte es ebenfalls ordnungsgemäß nach Hause geschafft. Die Wanderschuhe jedoch konnte ich nach einigen weiteren Kilometern entsorgen – Neubesohlung bei diesem „Billig“-modell nicht möglich. Würdige Nachfolger sind bereits gefunden – auf zur neuen (Wander-)Abenteuern!

Nara I

Frühstück, und dann geht es auch schon wieder mit dem Shinkansen Nozomi mit Tempo 280 nach Kyoto und dann im Rapid, was nicht allzu schnell ist, nach Nara. High Noon is ich bin am Hotel angelangt. Den schweren Rucksack kann ich dort lassen und mache mich erleichtert auf in den Nara Park.

Überall Rehe. Die Viecher haben gelernt, dass sie sich verbeugen und dann mit Reh-Keksen, die man überall für 150¥ kaufen kann, gefüttert werden. Stellenweise ist alles voll gekackt und es riecht streng nach einem übergroßen Urinal. Ich frage mich, ob es hier überhaupt eine Bestandskontrolle für Rotwild gibt.

Tokyo IV

Dauerregen war heute mein Begleiter. Vielleicht nicht ganz das ideale Wetter, um Parks zu besichtigen, aber hat den Vorteil, dass nur weniger Besucher vorhanden sind und die Atmosphäre ist besser. Das schlimmste war nicht einmal der Regen, sondern der zum Teil sehr stürmische Wind- da half der Regenschirm nicht immer und unter den Bäumen hieß es auf herab fallende Äste zu achten…

Ich weiß nicht, ob ich weniger Wasser in den Schuhen gehabt hätte, wenn ich die Regenhose etwas früher übergezogen hätte, aber ich bezweifle es- als ich am frühen Nachmittag eine Wasch-und Trocken Pause im Hotel einlegte, konnte ich die Einlegesohlen der Schuhe auswringen, denn das Wasser stand fast bis Oberkante.

Zuerst ging es zum Imperialen Paketgarten und anschließend zum Shinjuku-Gyoen Park, der bei Regen wirklich wunderbar ist.

Nach eineinhalb Stunden ging es dann nach Shibuya, in ein Shopping Epizentrum. Ich habe alle sieben Etagen des Warenhauses Tokyo Hands abgelaufen, um besondere Mitbringsel zu finden, habe aber leider nichts sinnvolles gefunden. Bin dann wieder mit der Ginzo Linie zurück, um ein Chicken Curry mit Avocado zu essen-lecker.

Tokyo III

Heute standen weitere Parks auf den Programm, eine zweite Empfehlung aus Shikoku, der Kiyosumi Park und weil er auf den Weg zum Imperialen Palast liegt, der Hamarikyu Garten.

Zufällig kann ich auch an einem Stück (aus meiner Sicht hässlichem) Architektur Geschichte vorbei, ihr den geplanten Abriss ich erst vor kurzem eine Reportage gesehen habe.

Leider war aber der Imperiale Garten heute geschlossen und auch mein Alternativ Versuch in Shinjuku scheiterte am heutigen Montag. Morgen dann.

Im Hibiya Park scheint es so etwas wie ein Deutsches Oktoberfest zu geben, aber bei mehr als 12€ für ein Glas Weizenbier halt sich mein Interesse in Grenzen.

In Shinjuku war es noch früh, aber der Filmstart eines weiteren Godzilla Filmes warf dort bereits seine lautstarken Schatten.

Tokyo II

Was ist besonders an Tokyo? Sicher die Größe, die vielen Menschen, hohen Häuser, Edo und Parks. Diese Inseln der Ruhe und Natur inmitten des Labyrinths aus Beton, Stahl, Asphalt Glas sind, was mich interessiert. Im Rikugien Garten, der mir auf Shikoku empfohlen wurde, bekomme ich eine englischsprachige Führung von Keiko. So werden mit viel Details verkürzt, die ich ansonsten vielleicht übersehen hätte. Wichtig für den Garten sind Wakas, dies sind wie Haiku eine besondere Japanische Gedichtsform. Wenn ich es richtig wiedergebe in der Form 5-7-5-5 Silben. In Anlehnung an die Schönheit der Provinz Wakayama( in der ich war, z.b. in Koyasan) Auch die 88 ist Mal wieder ein wichtiges Element in Park, so gab es einst 88 Wakas und Stelen. Nur schade, dass gerade nicht so viel blüht…

Zuvor war ich im Korakuen Garten, anscheinend war ich hier vor bereits vor Jahren einmal. Interessant, ich bin anscheinend Wiederholungstäter, mit seit Jahren nicht grundsätzlich veränderten Interessen…

Und dann war da noch der Botanische Garten und zum Abschluss noch zum Asakusa Schrein. Dort ging gerade ein Tempelfest zu Ende, unglaubliche Menschenmassen, vor allem Touristen und viele mobile Fastfood Anbieter.