Tag 5: Yunomine Onsen

Heute ist ein ruhiger Tag, den erst morgen will ich die nächste Etappe auf dem Nakahechi antreten. Ich habe hier gut geschlafen, es ist schon länger her, dass ich in einem Hostel übernachtet habe, aber das Konzept hier mit separaten Schlafbuchten ist gut. Und die drei Onsen hier sind genial. Da musste ich am morgen direkt nochmals hinein. Und dann galt es eine wirklich große Spinne aus den Zimmer zu entfernen. Ich will ja nicht, dass die nachts auf mit herum krabbelt. Womöglich ist die auch noch sehr giftig. Ab ins große Glas und dann nach draußen, 30m weiter ins Grün. Sich eine Rettungsaktion gibt bestimmt Buddhismus Bonuspunkte.

Ich koche mir hier in Ort ein paar Eier in einer Thermalquellen, den das Wasser tritt dort an mehreren Stellen beinahe kochend zutage. Dann gehe ich den Dainich-goe trail nach Hongu Taisha und mache dem großen Schrein nochmals meine Aufwartung. Dann gehe ich am großen Tori vorbei zum Startpunkt der morgigen Etappe, um schonmal das Heft zu stempeln. Wie ich dabei feststellte, gibt es irgendwo am Tori oder dem ehemaligen Ort des Groß Schreines noch einen Stempel- ich bin zwei Mal durch und herumgelaufen, aber habe nichts gesehen. Aber nur dafür zurücklaufen habe ich auch keine Lust. Stattdessen wandere ich ganz gemütlich den Großteil der gestrigen Busstrecke entlang.

Tag 6: Yunomine Onsen -Koguchi

Mit dem Bus geht es ein ein paar Stationen bis zum Startpunkt der Etappe Kogumotori-goe bei Ukegawa.

Heute eine leichte Etappe, nicht allzu viele Höhenmeter oder Kilometer. Bei den Überresten einer Kowase Fähre, die durch eine Brücke ersetzt wurde, treffe ich auf einen Portugiesen, der ausgezeichnet Englisch spricht und jetzt in Galizien lebt. Wir kommen ins Gespräch über Miyamoto Musashi und dieses und jenes und gehen den restlichen Kilometer bis zu unserer Unterkunft gemeinsam. In Koguchi haben wir beide über Kunano Travel Shizen-no-le reserviert, welches sich in einer alten Schule befindet und zu den auch ein Camping gehört. In einer Art Loggia meines Raumes trinke ich Tee und schaffe es endlich kann wieder mein Buch wir zu lesen, denn es gibt im Ort keinen Mobilfunk und das freie Wifi ist nur im anderen Bereich empfangbar, jeweils nur maximal 15 min. Dann schaue ich mir noch kurz den Ort an, nehme ein Bad und dann gibt es Essen. Wir unterhalten und noch den ganzen Abend über beim Essen und Sake, so dass ich auch dann nicht zum Bloggen komme. Das Essen dort ist gut, wenn auch nicht besonders ausgefallen.

Tag 7: Koguchi – Nachisan

Die heutige Etappe Ogumotori-goe verspricht deutlich anstrengender aufgrund der vielen Höhenunterschiede zu werden. Zusätzlich gibt es aufgrund eines Bergrutsches eine Umleitung um einige Kilometer zusätzlich. Wir bestreiten nach dem westlichen Frühstück die Etappe gemeinsam und unterhalten und dabei. Ist ggf arnicht Mal so einfach während eines steilen Anstiegs mit Rucksack weiterzureden, aber es gelingt. Ich bin zwar nicht unbedingt schneller geworden und passe lieber auf meine Füße und den Weg auf, aber meine Kondition hat sich doch deutlich verbessert. In Nachisan trennen sich dann unsere Wege, denn er hatte dort keine Unterkunft mehr finden können, sondern nur in der Stadt Kii-Katsuura. Dort werde ich dann morgen durchlaufen.

Der große Schrein von Nachi und die Pagode sind interessant und für mich geht es am Ende noch die Daimonzaka Treppen zwischen Jahrhunderte alten Bäumen hindurch zu meinem reservierten Daimonzaka Washua Homestay. Ein Bad gibt es hier nicht, dafür freien Eintritt in einen Onsen in der Nähe. Das Angebot, mich den Kilometer im Auto zu bringen, kann ich nur ausschlagen, denn die jeweils 15 min Fußmarsch schaffe ich noch locker. Das Onsen ist wunderbar, es ist ein schöner Spaziergang und dann gibt es ein wunderbares Essen für mich und Konversation mit der netten Frau hier.