Tokyo I

Mein bisheriges Shopping passt noch alles in den Rucksack. Zwar schwer, aber besser zu tragen als mit separater Tasche geht es zur Metro und dann mit dem Shinkansen Nozomi bei Tempo 245 in etwas mehr als zwei Stunden nach Tokyo.

Dort am Business Hotel angekommen, mache ich einen Spaziergang durch die Wolkenkratzer des Geschäftsviertels von Chuo. Chic ist es dort, aber Globalisierung sei Dank, könnte ich alles was es hier gibt genauso gut auf der Königsallee in Düsseldorf in Köln oder auch in Berlin kaufen. Wahrscheinlich sogar billiger. Auch im anschließenden Bezirk Ginza gibt es eine Mall neben der anderen, Shopping, Konsum und Fastfood für Shopper und Büroangestellte. Ich laufe weiter. Sister nochmal eine Runde um den Block bei der Kando Station, dort gibt es viele kleine Imbisse.

Tokyo II

Was ist besonders an Tokyo? Sicher die Größe, die vielen Menschen, hohen Häuser, Edo und Parks. Diese Inseln der Ruhe und Natur inmitten des Labyrinths aus Beton, Stahl, Asphalt Glas sind, was mich interessiert. Im Rikugien Garten, der mir auf Shikoku empfohlen wurde, bekomme ich eine englischsprachige Führung von Keiko. So werden mit viel Details verkürzt, die ich ansonsten vielleicht übersehen hätte. Wichtig für den Garten sind Wakas, dies sind wie Haiku eine besondere Japanische Gedichtsform. Wenn ich es richtig wiedergebe in der Form 5-7-5-5 Silben. In Anlehnung an die Schönheit der Provinz Wakayama( in der ich war, z.b. in Koyasan) Auch die 88 ist Mal wieder ein wichtiges Element in Park, so gab es einst 88 Wakas und Stelen. Nur schade, dass gerade nicht so viel blüht…

Zuvor war ich im Korakuen Garten, anscheinend war ich hier vor bereits vor Jahren einmal. Interessant, ich bin anscheinend Wiederholungstäter, mit seit Jahren nicht grundsätzlich veränderten Interessen…

Und dann war da noch der Botanische Garten und zum Abschluss noch zum Asakusa Schrein. Dort ging gerade ein Tempelfest zu Ende, unglaubliche Menschenmassen, vor allem Touristen und viele mobile Fastfood Anbieter.

Tokyo III

Heute standen weitere Parks auf den Programm, eine zweite Empfehlung aus Shikoku, der Kiyosumi Park und weil er auf den Weg zum Imperialen Palast liegt, der Hamarikyu Garten.

Zufällig kann ich auch an einem Stück (aus meiner Sicht hässlichem) Architektur Geschichte vorbei, ihr den geplanten Abriss ich erst vor kurzem eine Reportage gesehen habe.

Leider war aber der Imperiale Garten heute geschlossen und auch mein Alternativ Versuch in Shinjuku scheiterte am heutigen Montag. Morgen dann.

Im Hibiya Park scheint es so etwas wie ein Deutsches Oktoberfest zu geben, aber bei mehr als 12€ für ein Glas Weizenbier halt sich mein Interesse in Grenzen.

In Shinjuku war es noch früh, aber der Filmstart eines weiteren Godzilla Filmes warf dort bereits seine lautstarken Schatten.

Tokyo IV

Dauerregen war heute mein Begleiter. Vielleicht nicht ganz das ideale Wetter, um Parks zu besichtigen, aber hat den Vorteil, dass nur weniger Besucher vorhanden sind und die Atmosphäre ist besser. Das schlimmste war nicht einmal der Regen, sondern der zum Teil sehr stürmische Wind- da half der Regenschirm nicht immer und unter den Bäumen hieß es auf herab fallende Äste zu achten…

Ich weiß nicht, ob ich weniger Wasser in den Schuhen gehabt hätte, wenn ich die Regenhose etwas früher übergezogen hätte, aber ich bezweifle es- als ich am frühen Nachmittag eine Wasch-und Trocken Pause im Hotel einlegte, konnte ich die Einlegesohlen der Schuhe auswringen, denn das Wasser stand fast bis Oberkante.

Zuerst ging es zum Imperialen Paketgarten und anschließend zum Shinjuku-Gyoen Park, der bei Regen wirklich wunderbar ist.

Nach eineinhalb Stunden ging es dann nach Shibuya, in ein Shopping Epizentrum. Ich habe alle sieben Etagen des Warenhauses Tokyo Hands abgelaufen, um besondere Mitbringsel zu finden, habe aber leider nichts sinnvolles gefunden. Bin dann wieder mit der Ginzo Linie zurück, um ein Chicken Curry mit Avocado zu essen-lecker.